Reise nach Indien- Die Morgenlandfahrer berichten

Indien 86. Tag
Ein ganz normaler Tag und ich vergass,
wie der gestern begann....
6.2.01 small vagator/Goa/Indien 86. Tag
Ein ganz normaler Tag und ich vergass, wie er gestern begann. wir öffneten die Augen und ebenso die Fenster und die Sonne lugte herein. eine sanfte Meeresbrise umweht uns und all der Menschenlärm schweigt.
und dann sitzen wir draussen, mit dem ersten Kaffee/Tee schaun unter Palmenwipfel die klippen hinunter aufs Meer und das schweigen erfüllt uns und die Schönheit des augenblicks erscheint und grüsst uns im ewigen sein. das indische leben hat schon langst begonnen. unter wird der Strand vom Schlick und Müll befreit, die Kühe kommen zur Morgenandacht und plazieren sich im warmen Sand - majestätisch, heilig und doch nicht frei. unaufhörlich schieben sich die wellen ans Ufer, die grosse tiefe See.
jeden Tag gehen wir zum baden. Neptun sei gegrüsst oder wie auch immer du hier gerufen wirst. alles ist neu und ständig wechseln die filme ab und in jedem findet sich die Versenkung. hier ist es so schön, dass wir schon fast 5 Wochen hier stehen. und doch, es ist Goa und nicht Indien. wie überall rennen auch hier die meisten hinter dem Geld hinterher, doch der grösste teil der Goajaner, ist zufrieden, was sie haben.
lieb und hilfsbereit und niemals aufdringlich freün sie sich über jede Herzlichkeit, denn Herz ist ganz verständlich und die "grosse Verschlossenheit", die ich auch kenne, ist hier fremd. wir können den ganzen Tag auf unserer Bastmatte sitzen und die Welt schaün. Menschen kommen vorbei,suchen rast,informationen oder wollen einfach reden. Hunde streunen herum,auf der suche nach fressen und Zärtlichkeiten .die Raben freün sich über alle Essensreste und nachts laufen die Kühe umher und rülpsen wie die Tiger,vielleicht hängen die Plastiktüten im Magen fest.
ständig kreuzen Touristen auf,vor allem am Wochenende viele Inder. essen und trinken dabei, Musik auf wie üblich auf volle Lautstärke, gaffen sie nach weissen brüsten und trinken dabei zu viel. abends erinnern nur noch Plastikflaschen, tüten, Kronverschlüsse von ihrem besuch. da die Küne normales Plaste nicht vertragen, schaün motivierte indische Hindus nach Kuhmagen verträglichem Plastik. derweil versinkt das Land im Müll der grossen unternehmen, die die Welt regieren. für die Pakis ist Maggi eine pakistanische Marke und im Iran wird der Ölwechsel auf Parkplätzen erledigt. was kann das öl in der Wüste schon anrichten, wo es kein Trinkwasser zum verschmutzten gibt?
doch wieder in Goa hängen die Kokosnüsse in den Wolken, f ür Touristen wird alles gemacht und überall sind kreuze mit Blumen geschmückt. die Hindus verehren Bäume, qüllen... und ehren sie mit Räucherwerk und Blumengirlanden. die Heiligkeit ist zu berüheren und wer vermag dem wind, den wellen, dem leben zu lauschen... wir sitzen vor Pauls van und trinken Cola Whiskey. ein Schuljunge kommt vorbei, schenkt Doreen eine Cashewfrucht und erzählt auch, wie wir sie zu essen haben. erwünscht einen guten Tag, iss es, es ist gut für dich und zieht weiter, mit den Worten ich bringe euch nachher noch mehr. und alles ohne Grund, ohne Ursache im grossen Land Indien. ...
es ist nichts schwieriger und schöner als Mensch selbst zu sein. nachts wenn ruhe eingekehrt ist in small vagator, Goa, Indien, Asien, die Erde, scheint ein verrückter Mond übers Meer und erleuchtet alles. einer der lieben Hunde kommt und legt sich neben mir und wir sitzen und schaün die Welt. die letzten beiden Sonnenuntergänge waren sehr schön, wir konnten sehen, wie sie im Wasser scheinbar versinkt. ein Touchdown! einer sprach es aus: "Danke liebe Welt".
