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Film- und Fototechnik (von Bernd Nowack)
Es hat schon ein Weilchen gedauert, bis man sich verdoppeln konnte, bildlich gesprochen. Vieles ist unternommen worden, um sich selbst, den Augenblick oder Bestauntes im Bilde festzuhalten.
Vom gemalten Bild über Moritatentafel und bewegliches
Laternenbild ließ die Erfindung der Fotografie
bis zum Jahre 1839 auf sich warten, als es gelang,
den flüchtigen Moment erst auf Metall, Papier,
Glas und schließlich 1888 auf Zelluloidband zu
bannen. Es bedurfte noch so mancher kluger Köpfe
und ihrer Erfindungen, damit auch das bewegte
Bild, das Kino, möglich wurde. Vieles, was sich
auf dem Wege dahin und auch danach an Erstaunlichem
tat, wird im Deutschen Technikmuseum Berlin gezeigt
und teilweise auch vorgeführt.
"Lebende Bilder" wird diese Abteilung auch treffend genannt, denn mit persönlichem Einsatz lassen sich bei manchen ausgestellten Geräten tatsächlich die Bilder bewegen. Von den Erfindern sei hier nur Oskar Meester (1866-1943) erwähnt, der mit seiner bahnbrechenden Erfindung 1896 einen ersten brauchbaren Kinoprojektor baute. Fast folgerichtig ging seine Firma später in der Universum Film AG, der berühmten UFA, auf.
Welchen Entwicklungweg die Filmwirtschaft genommen hat, wird beispielhaft für Deutschland am Standort Babelsberg und der UFA / DEFA gezeigt. Wenn auch nicht innerlich bewegt, aber begeistert wird der Amateurfilmer über die Vielzahl der ausgestellten "Oldtimer" der 8 mm Kameras sein, über die raren Stücke aus den 20iger und 30iger Jahren. Ein Hauch von Hollywood durchweht die Ausstellung, wenn man einen Studioaufbau oder einen voll funktionstüchtigen Schneideraum erblickt.
Natürlich gibt die Ausstellung auch einen Überblick über die moderne Videotechnik, wobei eine Videokamera geradezu zer-brechlich wirkt neben den gewaltigen Kinoprojektoren, die den Eindruck von "Dinosauriern" aufkommen lassen. Der Blick bleibt auch hängen an einem umgebauten Gewehr, mit dem ein französischer Erfinder in schneller Folge Bilder schießen wollte, um Bewegungsvorgänge zeitlich aufzulösen.
Deutsches Technikmuseum Berlin
Trebbiner Str. 9,
10963 Berlin-Kreuzberg
Tel.: 030 / 90 254-0,
Fax: 030 / 90 254-175
www.dtmb.de eMail
SPECTRUM
Möckernstr. 26
(wenige Schritte vom Hauptgebäude entfernt)
10963 Berlin-Kreuzberg
Verkehrsanbindung: U-Bahnhof Möckernbrücke (U1,
U7) oder Gleisdreieck (U1, U2)
Eintritt:
Erwachsene für DM 5,-;
Kinder/Studenten für DM 2,-;
Gruppen (ab 10 Pers.)für DM 3,- bzw. ermäßigt
DM 1,-
Öffnungszeiten
Dienstag - Freitag: 9.00 - 17.30 Uhr
Samstag/ Sonntag: 10.00 - 18.00 Uhr
Montag: geschlossen
