
Übersicht der Themen
EnergietechnikFoto und Film
Historische Brauerei
Rechentechnik
Schienenverkehr
Schifffahrt
Kommunalverkehr
Luft-Raumfahrt
Museumspark
Schreib-Drucktechnik
Spektrum
Textilarbeit
Oldtimer
Preussen
Verkehrsbau
Wissenschaft
Museumspark (von Hans-Joachim Richter)
Um sich echte Ingenieurbauten anzusehen, bietet der Museumspark Gelegenheit. Er zeigt viele Exponate, die die Naturkräfte Wasser, Wind, und Luft nutzen. Betritt man den Museumspark vom Lokschuppen II aus, fällt als erstes eine alte Bockwindmühle auf. Bei ihrem Anblick fühlt man sich plötzlich um Jahrhunderte zurückversetzt.
Auf einem eigens dafür aufgeschütteten Hügel
erhebt sie sich mit ihren mächtigen Flügeln. Ein
riesiger Balken, der scheinbar aus dem innersten
der Mühle kommt, macht neugierig. Mit diesem Holzbalken,
auch Steert genannt, mußte der Müller seine Mühle
immer in den "richtigen Wind" drehen, d.h. ihre
Flügel wurden mit dem ganzen Gehäuse am Steert
um den Bock herum in den Wind gedreht. Unweit
davon befindet sich eine Turmwindmühle. 
Die Turmwindmühle ist besonders sehenswert, weil sie als Galerieholländer (also nach dem Vorbild holländischer Mühlen) 1911 erbaut wurde. Das "alte Stück" war bis 1960 in Betrieb. Die Höhe beträgt 15,85m. Die Flügel für das Mahlwerk haben einen Durchmesser von 19,00m. Zusätzlich gibt es ein Flügelrad (Stellrad), das über ein Getriebe den Turm der Mühle mit den großen Flügeln in den Wind stellt. Damit wird automatisch eine optimale Windausnutzung erreicht.
Geht man weiter durch den Museumspark und hört
nicht zuvor schon das typische Hämmern, wird man
überrascht sein, eine voll funktionstüchtige Schmiede
aus dem Jahre 1880 in dieser Idylle vorzufinden.
In der leicht dämmerigen Halle glimmen die Feuer
und beleuchten eine Vielzahl von Arbeitsgeräten.
Merkwürdig und ziemlich grob sehen diese Zangen,
Hämmer und anderen Gerätschaften schon aus. Was
aber der Schmied, den man bei seiner Arbeit in
Vorführungen beobachten kann, damit macht und
wie er das widerspenstige Metall und das Feuer
beherrscht, ruft Bewunderung hervor.
Die Ergebnisse seiner Arbeit sind z.T. käuflich und in einer Vitrine zur Ansicht ausgestellt, so daß jeder, der es möchte, ein echtes Unikat erstehen kann. Neben dieser handwerklichen Arbeit am Amboß stehen Maschinen bereit, die allesamt demnächst auch in Betrieb gehen werden. Sie machen die Schmiede zu einem kompletten Hammerwerk. Es lohnt sich also wirklich, sich hier einige Vorläufer unserer High-Tech-Maschinen anzuschauen. Ist die Neugier noch immer nicht gestillt, bietet der Museumspark weitere technische Raritäten, z.B. Windkrafträder und Solaranlagen.
Deutsches Technikmuseum Berlin
Trebbiner Str. 9,
10963 Berlin-Kreuzberg
Tel.: 030 / 90 254-0,
Fax: 030 / 90 254-175
www.dtmb.de eMail
SPECTRUM
Möckernstr. 26
(wenige Schritte vom Hauptgebäude entfernt)
10963 Berlin-Kreuzberg
Verkehrsanbindung: U-Bahnhof Möckernbrücke (U1,
U7) oder Gleisdreieck (U1, U2)
Eintritt:
Erwachsene für DM 5,-;
Kinder/Studenten für DM 2,-;
Gruppen (ab 10 Pers.)für DM 3,- bzw. ermäßigt
DM 1,-
Öffnungszeiten
Dienstag - Freitag: 9.00 - 17.30 Uhr
Samstag/ Sonntag: 10.00 - 18.00 Uhr
Montag: geschlossen
