Ausflug ins Technikmuseum Berlin
Schon im Deutschen Technikmuseum Berlin gewesen? Noch nicht? Da entgeht dir was! Du erlebst alte und neue Technik - auch zum Ausprobieren und Mitmachen. Gegenwärtig präsentieren 14 Abteilungen auf rund 14.000 m² erst ein Viertel ihrer Schätze.....

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Nachrichtentechnik (von Jochen Reichert)

Wollt ihr wissen, wie ein Tisch-Telefon vor fast hundert Jahren ausgesehen hat, in der Luxusausführung? Oder den ersten Fernsehapparat überhaupt kennenlernen? Oder möchtet ihr im ältesten funktionierenden Schwarz-Weiß-Fernsehstudio der Welt eure eigene Fernsehansage machen?

Die Abteilung Nachrichtentechnik im ersten Stock des Deutschen Technikmuseums Berlin bietet hierzu die Möglichkeit. Sie führt durch die Geschichte des "modernen" Postwesens mit den ersten elektrischen Telegraphen und Telephonen, zeigt die Anfänge des Funks mit Radiofunk und Amateurfunk und verschafft uns einen Überblick über die ersten Jahrzehnte der Fernsehgeschichte.

Der Rundgang führt den Besucher vorbei an den ersten Telegrafen, mit denen auf elektrischem Weg zu übermittelnde Nachrichten in einer Punktschrift (Morsealphabet von 1837) auf einem Papierstreifen aufgezeichnet werden konnten. Schnell verbreiteten sich damals die Börsen- und die Eisenbahntelegrafen. Die Übertragung von verständlicher Sprache ermöglichte allerdings erst einige Jahrzehnte später das Telefon. Es hielt seit 1878 Einzug in die Gesellschaft.

Doch das erste elektrische Massenmedium war der Rundfunk, der seinen Ausgang nahm von der drahtlosen ("Funk")Telegrafie. Das Museum stellt zahlreiche Radios, unter anderem aus dem "Rundfunkboom" der 20er Jahre aus, außerdem ein Modell des RIAS-Sendesaales von 1949. Du kannst den Erkennungsmelodien früherer Rundfunksender lauschen und dich gemütlich in eine "Hörbar" setzen, um auszuruhen oder unter Kopfhörern Original-Tondokumente aus den Jahren 1924 bis 1949 zu hören.

Vorbei an der Station eines Amateurfunkers in Originalgröße, an einer Riesenschallplatte aus der Grammophonzeit und den ersten Tonbandgeräten, den Magnetophonen, "gelangen" wir in die Fernsehgeschichte. Hier sind ein Nachbau der ersten von Manfred von Ardenne präsentierten, vollektronischen Fernseh-Anlage der Welt aus dem Jahr 1931 und ein Modell des ersten Fernsehstudios in Deutschland von 1938 aus Berlin-Charlottenburg zu sehen.

Damals gab es in Berlin 15 "Fernsehstuben" und 3 Kinos, in denen TV gesehen werden konnte. Erst nach 1949 kommen die Fernseher in die Wohnzimmer, und das Museum stellt eine stattliche Zahl dieser ersten "Glotzen" aus. Unser Rundgang endet mitten im einzigen funktionsfähigen Schwarzweiß-TV-Studio der Welt von 1958, in dem ihr von einem Mitarbeiter des Museums eine Aufzeichnung von euch als Fernsehansager oder Nachrichtensprecher machen lassen könnt. Erst seit 1858 wurden Fernsehaufzeichnungen möglich. - Vorher war Fernsehen immer life!

Deutsches Technikmuseum Berlin
Trebbiner Str. 9,
10963 Berlin-Kreuzberg
Tel.: 030 / 90 254-0,
Fax: 030 / 90 254-175
www.dtmb.de eMail

SPECTRUM
Möckernstr. 26
(wenige Schritte vom Hauptgebäude entfernt)
10963 Berlin-Kreuzberg

Verkehrsanbindung: U-Bahnhof Möckernbrücke (U1, U7) oder Gleisdreieck (U1, U2)

Eintritt:
Erwachsene für DM 5,-;
Kinder/Studenten für DM 2,-;
Gruppen (ab 10 Pers.)für DM 3,- bzw. ermäßigt DM 1,-

Öffnungszeiten
Dienstag - Freitag: 9.00 - 17.30 Uhr
Samstag/ Sonntag: 10.00 - 18.00 Uhr
Montag: geschlossen

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