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Rechen- und Automationstechnik (von Christa Fiebig)
Kannst du dir unsere Welt noch ohne Computer vorstellen? Den Kontoauszug, die Fahrkarte, die Telefonrechnung - alles berechnet, erstellt und druckt der Computer. Das Speichern, Verarbeiten und Weitergeben von Informationen ist fast so alt wie die Menschheit selbst. Auch von Träumen der Menschen, Automaten - sich selbst regelnde Maschinen - zu entwickeln, wird seit mehr als 2000 Jahren berichtet.
Handelte es sich bis zum Anfang unseres Jahrhunderts
bei der Speicherung, der Verarbeitung und der
Wiedergabe ausschließlich um mechanische Lösungen,
so änderte sich dies mit der Nutzung des elektrischen
Stroms. Mit der Entwicklung der Elektromechanik,
der darauffolgenden Elektronik sowie der rasant
fortschreitenden Miniaturisierung durch die Mikroelektronik
hat die Entwicklung der Informations- und Unterhaltungstechnik
in unserem Jahrhundert eine atemberaubende Geschwindigkeit
erreicht.
Die Ausstellung zeigt dir Grundlagen und historische Entwicklungen der Rechen- und Automationstechnik. Im Mittelpunkt steht der erste Computer der Welt von Konrad Zuse. Konrad Zuse wird heute einhellig auf der ganzen Welt als Schöpfer des ersten programmgesteuerten und frei programmierbaren Rechners in binärer Gleitpunktrechnung, der wirklich funktionierte, anerkannt. Die Rechenmaschine Z3 vollendete er 1941 in seiner kleinen Werkstatt in Berlin-Kreuzberg.
Erste Gedanken Zuses über die logischen wie technischen
Prinzipien zum Bau solcher völlig neuartiger Rechnersysteme,
die wir heute Computer nennen und die eigentlich
Zuse-Rechner heißen müßten, gehen bereits auf
das Jahr 1934 zurück. Konrad Zuse schuf auch die
erste höhere Programmiersprache der Welt. Die
Zuse KG war 1956 die erste europäische Firma,
die Computer in Serie herstellte. Einige der wichtigsten
Produkte der Zuse KG kannst du in der Ausstellung
sehen. 
Der erste in Serie gefertigte Rechner in Europa, der Relaisrechner Z11 (1956), eines der ersten automatischen Zeichengeräte (Plotter) Z64 (1963), das heute noch zu den genauesten seiner Art zählt, und ein Rechenzentrum mit dem Transistorrechner Z 23 (1959) führen dir vor Augen, daß Computer nicht nur in den USA entwickelt wurden, sondern auch in Deutschland, und daß die Bundesrepublik bis zum Anfang der 60er Jahre einen entscheidenden Einfluß auf die Entwicklung gehabt hat.
Die sich in den 70er Jahren durchsetzende Mikroelektronik und deren rasante Entwicklung machten den Personal Computer (PC) möglich. Immer kleiner und preiswerter werdende Technik in Verbindung mit Programmen, die immer mehr Bereiche abdecken, haben den Computer zu einem universellen Werkzeug werden lassen.
Deutsches Technikmuseum Berlin
Trebbiner Str. 9,
10963 Berlin-Kreuzberg
Tel.: 030 / 90 254-0,
Fax: 030 / 90 254-175
www.dtmb.de eMail
SPECTRUM
Möckernstr. 26
(wenige Schritte vom Hauptgebäude entfernt)
10963 Berlin-Kreuzberg
Verkehrsanbindung: U-Bahnhof Möckernbrücke (U1,
U7) oder Gleisdreieck (U1, U2)
Eintritt:
Erwachsene für DM 5,-;
Kinder/Studenten für DM 2,-;
Gruppen (ab 10 Pers.)für DM 3,- bzw. ermäßigt
DM 1,-
Öffnungszeiten
Dienstag - Freitag: 9.00 - 17.30 Uhr
Samstag/ Sonntag: 10.00 - 18.00 Uhr
Montag: geschlossen
