Ausflug ins Technikmuseum Berlin
Schon im Deutschen Technikmuseum Berlin gewesen? Noch nicht? Da entgeht dir was! Du erlebst alte und neue Technik - auch zum Ausprobieren und Mitmachen. Gegenwärtig präsentieren 14 Abteilungen auf rund 14.000 m² erst ein Viertel ihrer Schätze.....

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Schifffahrt (von Christina Köhler)

Du findest die Schifffahrtsabteilung zur Zeit noch im Beamtenhaus zwischen den beiden Ringlokschuppen. Dort zeigt die Ausstellung mit dem Titel: "Von der Galeone zum Dampfschiff - Brandenburg-Preußen zur See 1605 bis 1870" einen interessanten Ausschnitt aus der Schifffahrtsgeschichte.

Aus technischer Sicht sind die unterschiedlichen Antriebsarten und Bauweisen besonders interessant. Zunächst wurden "Schiffe" einfach durch Aushöhlen oder Zusammenbinden von Baumstämmen gefertigt. Im 8. Jahrhundert bauten die Griechen vermutlich die ersten Schiffe auf Spant. Diese Konstruktion entsprach dem Bauprinzip eines Wirbeltieres.

Der Kiel glich dem Rückrat, an dem die hölzernen Spanten wie Rippen angebracht waren. Dieses Skelett wurde dann mit einer Haut aus Planken bedeckt. Auch die römischen Kriegsgaleeren und die Wikingerschiffe waren nach diesem Prinzip gebaut. Angetrieben wurden diese Schiffe durch menschliche Muskelkraft über die Riemen und durch die Windkraft mit Hilfe eines Segels. Das Bauprinzip blieb über Jahrhunderte - bis zur Einführung des Eisenschiffs - unverändert.

Die Schiffe wurden natürlich in Größe, Form und Art der Besegelung den jeweiligen Bedürfnissen angepaßt. So entstanden die vielen verschiedenen Schiffstypen, von denen du einige als Modell im Museum ansehen kannst. Seit im 18. Jahrhundert funktionstüchtige Dampfmaschinen gebaut wurden, versuchte man damit Schiffe anzutreiben. Die ersten Dampfschiffe waren zusätzlich mit Segeln ausgerüstet. Die "Prinzessin Charlotte von Preußen" gilt als das erste deutsche Dampfschiff. Sie lief 1816 in Berlin-Pichelsdorf als Binnendampfschiff mit Mittelradantrieb vom Stapel und konnte 300 Personen befördern.

Später wurden die Schaufelräder durch Schiffsschrauben ersetzt. Man hatte nämlich herausgefunden, daß diese einen größeren Wirkungsgrad haben und weniger Wellen verursachen. Eine weitere Neuerung war die "Kompositbauweise". Dabei wurden die hölzernen Spanten durch eiserne ersetzt, während Kiel und Planken zunächst noch aus Holz gefertigt wurden. Später baute man den gesamten Rumpf aus Eisen.

Die "Borussia" markiert den Beginn der modernen Schifffahrt in Preußen - durch die Vereinigung der drei technischen Neuerungen: Dampfmaschine, Schraube, Eisenrumpf. Voraussichtlich ab Herbst 2001 wird die Schifffahrtsabteilung im Museumsneubau am Landwehrkanal ihren Platz finden. Dort wird es eine neue Ausstellung mit dem Titel "Lebensraum Schiff" geben. In deren Mittelpunkt sollen die Berlin-Brandenburgische Binnenschifffahrt und die Hochseeschifffahrt stehen.

Deutsches Technikmuseum Berlin
Trebbiner Str. 9,
10963 Berlin-Kreuzberg
Tel.: 030 / 90 254-0,
Fax: 030 / 90 254-175
www.dtmb.de eMail

SPECTRUM
Möckernstr. 26
(wenige Schritte vom Hauptgebäude entfernt)
10963 Berlin-Kreuzberg

Verkehrsanbindung: U-Bahnhof Möckernbrücke (U1, U7) oder Gleisdreieck (U1, U2)

Eintritt:
Erwachsene für DM 5,-;
Kinder/Studenten für DM 2,-;
Gruppen (ab 10 Pers.)für DM 3,- bzw. ermäßigt DM 1,-

Öffnungszeiten
Dienstag - Freitag: 9.00 - 17.30 Uhr
Samstag/ Sonntag: 10.00 - 18.00 Uhr
Montag: geschlossen

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