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SPECTRUM
(von Angelia Strache, Jochen Reichert und Marina Brüsse)
Habt ihr Lust, einmal auf einer Lasergitarre zu spielen, Blitzen zuzuschauen, einen Urschrei auszuprobieren oder in einem wackligen Hexenhäuschen zu sitzen? Dann besucht doch einfach mal das Spectrum, eins von 10 Science Centern in Deutschland, ein naturwissenschaftliches Museum zum Anfassen und Ausprobieren!
Das SPECTRUM ist Teil des Deutschen Technikmuseums Berlin. Es ist
untergebracht in einem restaurierten Gebäudeteil des ehemaligen Güterbahnhofs am Anhalter Bahnhof in Berlin-Kreuzberg. 250 Experiment-Anordnungen geben euch die Möglichkeit, Funktionsweisen spielerisch zu erkennen und zu begreifen, die normalerweise schwer zu durchschauen sind. Beim Entdecken immer neuer Versuche aus vielen Bereichen aus Naturwissenschaft und Technik kommt keine Langeweile auf.
Von unten nach oben - Leicht zu schwer: Gleich, wenn man das Haus betritt - die Kantine ist übrigens rechts vom Eingang - empfängt euch das Foucaultsche Pendel.- Was das ist? - Eine Kugel an einem 17 Meter langen Seil, die über eine Scheibe schwingt und dabei die am Rand aufgestellten Kegel nach und nach umwirft. - "...und sie bewegt sich doch!" - Hier wird Galileis Entdeckung der Erdrotation mit ganz einfachen Mitteln dargestellt. Im Erdgeschoss ist es eigentlich noch recht still, bis auf einige merkwürdige Geräusche, die aus dem Spiegelsaal oder dem Hexenhäuschen erklingen, und ihr könnt euch von allerlei seltsamen bis skurrilen optischen Täuschungen und Suchbildern verwirren lassen.
Im ersten Stockwerk geht es um Mechanik, Strömungslehre, Optik, Wärmephänomene, Magnetismus und die Astronomie. Im zweiten Stockwerk herrscht Hochspannung! Es sind Experimente zur Elektrizität aufgebaut, aber auch zu Lasertechnik, Sonnenenergie, Radioaktivität und anderen Wissensgebieten wie der Lehre vom Schall. Hier steht auch die Urschrei-Maschine, die ihr unbedingt ausprobieren müsst.
Im dritten Stockwerk geht es wieder "ruhiger" zu: Es beherbergt nämlich die Akustik-Abteilung, in der ihr sogar Musik machen könnt. Neugierig geworden? - Dann hier noch ein paar kleine "Zaubereien" aus der Trickkiste des Spectrums: Optische Täuschungen: Ein besonders interessanter und auch teilweise skurriler Bereich des Spektrums sind der Spiegelsaal und die Abteilung optische Täuschungen. Im Spiegelsaal stehen verschiedene, entweder unterschiedlich gewellte oder zu mehreren angeordnete "normale" große Spiegel.
Die dabei erreichten Effekte sind gleichzeitig lustig und verblüffend. Sie reizen auf jeden Fall immer wieder zum Lachen und auch Staunen, egal ob ihr euch nun einmal superschlank oder mit "meterlangen" Beinen und einem vergleichsweise kurzen Körper oder vielfach oder auch "geteilt" seht.Oder ihr versucht, in einem kleinen Kästchen die Schraube zu greifen. Es sieht ganz einfach aus... Oder ihr geht in den Nachbarraum zu den "Wahrnehmungen". An den Wänden sind verschiedene rotierende Scheiben, Rotorreliefs, angebracht, die, während sie sich drehen, verblüffende Effekte erzeugen.
Sehr interessant sind auch das Pulfrichpendel und der Stereospiegel. - Wenn euch das noch nicht reicht, geht einfach weiter zu den "Optischen Täuschungen". In einer Ecke dieses Raumes steht ein "unmögliches Dreieck". - Ihr glaubt nicht, dass es ein Dreieck ist? - Stellt euch an die Ecke des dort aufgebauten Zimmers - übrigens auch eine Absonderlichkeit, schaut durch das Loch in der Wand und überzeugt euch selbst! Oder auch die Bilder an den Wänden. Was stellen sie dar?
Beim "Wasserfall" von Cornelius Escher zum Beispiel stimmt alles und auch nichts!Es reicht noch immer nicht? Dann ab in den letzten Raum zum "Hexenhäuschen"! Dort lasst euch überraschen! Ziehkreisel: Ein Gesetz aus der Astronomie besagt, dass die Umlaufzeit eines Planeten um seine Sonne umso kürzer ist, je näher er um sie herum kreist. Ein Marsjahr ist daher fast doppelt so lang wie ein Erdenjahr. Diesen Sachverhalt veranschaulicht ein einfacher Versuchsaufbau mit dem "Ziehkreisel".
Am oberen Ende eines etwa 50cm langen, senkrecht aufgestellten Rohres hängt an einem Seil ein Handball. Am unteren Ende des Rohres befindet sich das andere Seilende. Jetzt kannst du den Ball in die Hand nehmen und so werfen, dass er das Rohr umkreist. Je mehr am unteren Seilende gezogen wird, desto schneller kreist der Handball, unser Planet, um das Rohrende, das wir uns als Ort der Sonne vorstellen können.
Luftkissentisch: Der Luftkissentisch veranschaulicht, wie durch ein Luftkissen Gegenstände ohne Reibung fortbewegt werden können. Hierzu läuft unter einer Art Billardtisch auf Knopfdruck ein Gebläse an. Durch viele kleine Löcher hindurch tritt aus dem Tisch Luft aus. Jetzt könnt ihr ein flaches Stück Holz auf den Tisch legen und mit einer Hand mit nur wenig Kraft zur gegenüberliegenden Kante schubsen. Das Prinzip der Reibungsfreiheit macht man sich zum Beispiel bei den Luftkissenbooten zu Nutze, die auf einem Luftpolster über das Wasser hinweg gleiten.
Dabei wird das Luftkissen durch Aggregate auf dem Boot selbst erzeugt. Heiß - Warm - Kalt: Weißt du, wodurch du Wärme oder Kälte auf der Haut empfindest? - Durch die Wärme- und Kältepunkte in deiner Haut. Du hast auf etwa 1 cm² Hautfläche 1 bis 2 Wärmepunkte und 12 Kältepunkte, die deine Wahrnehmung bestimmen. Unser Temperaturempfinden ist sehr ungenau. Unterschiede nimmst du gut wahr, aber absolute Temperaturen wirst du nur ungefähr einschätzen können.
Willst du einmal auf Tuchfühlung mit deinem Wärmeempfinden gehen, dann besuche das Experiment "Heiß-Warm-Kalt" im 1. OG des Spectrums und fühle den Unterschied.
Deutsches Technikmuseum Berlin
Trebbiner Str. 9,
10963 Berlin-Kreuzberg
Tel.: 030 / 90 254-0,
Fax: 030 / 90 254-175
www.dtmb.de eMail
SPECTRUM
Möckernstr. 26
(wenige Schritte vom Hauptgebäude entfernt)
10963 Berlin-Kreuzberg
Verkehrsanbindung: U-Bahnhof Möckernbrücke (U1,
U7) oder Gleisdreieck (U1, U2)
Eintritt:
Erwachsene für DM 5,-;
Kinder/Studenten für DM 2,-;
Gruppen (ab 10 Pers.)für DM 3,- bzw. ermäßigt DM 1,-
Öffnungszeiten
Dienstag - Freitag: 9.00 - 17.30 Uhr
Samstag/ Sonntag: 10.00 - 18.00 Uhr
Montag: geschlossen
