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Wissenschaftliche Instrumente (von Kerstin Panzram)
In der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts gehörten die Berliner Werkstätten zu den weltbesten
Herstellern feinmechanischer und optischer Präzisionstechnik.
Es gab eine sehr enge Zusammenarbeit mit den Forschungsinstituten.
So konnten hochqualifizierte Kleinbetriebe in engstem Kontakt zu den Wissenschaftlern Spezialaufträge
und Einzelanfertigungen ausführen.
Einen Eindruck von dieser Stellung Berlins bekommst
du im zweiten Stockwerk des Beamtenhauses. Zu
Beginn erfährst du etwas über die Aufspaltung
des Lichtes mittels Prismen. Fällt ein Lichtstrahl
durch ein Prisma, wird er gebrochen und in seine
farbigen Bestandteile zerlegt. Jede Farbe entspricht
dabei einer bestimmten Wellenlänge. Unter der
Überschrift "das Licht verrät die Zusammensetzung
(eines Stoffes)" wird sehr anschaulich die Spektralanalyse
vermittelt.
Weitere Themen sind z.B. polarisiertes Licht und Farbwahrnehmung. Großen Raum nimmt die Mikroskopie ein. Ihr könnt euch unter historischen Mikroskopen (das älteste ist von 1865) Mäusehaare, Steppengras, Palmenblatt und Rattenlunge anschauen. Zwei Fernrohre und ein Spiegelteleskop sind ebenfalls ausgestellt. Wo bin ich? - Dieses größte Problem aller Seefahrer ist erst seit kurzem gelöst.
Zu bestaunen sind z.B. Navigationsgeräte wie Oktant und Sextant. Das sind Spiegelinstrumente, die zur Messung von Höhenwinkeln benutzt werden. Diese dienen der Positionsbestimmung. Außerdem findest du einen Schiffschronometer. Ein Chronometer ist eine Uhr, die unempfindlich ist gegen Temperaturschwankungen und ständige Schiffsbewegungen.
Und damit sind wir auch schon in der dritten und letzten Abteilung, die unter dem Thema "Zeitzeichen" steht: Eine Uhr zu besitzen, ist heute ganz selbstverständlich. Wenn du etwas zur Geschichte der Uhr erfahren möchtest, solltest du dieser Abteilung einen Besuch abstatten. Anfangs war jede Uhr ein Unikat, es gab also nur eine einzige Ausfertigung. Das Uhrmacherhandwerk war ursprünglich eine freie Kunst.
Als die Räderuhr um 1300 erfunden wurde, war es jedem gestattet, Uhren herzustellen. Erst im 15.Jahrhundert organisierten sich die Uhrmacher in Zünften. Ab Ende des 18.Jahrhunderts wurden bestimmte Teile in Fabriken hergestellt und im 19.Jahrhundert entstanden Fabriken für ganze Uhren. Zu bestaunen ist unter vielen anderen Uhren eine Sonnenuhr.
Deutsches Technikmuseum Berlin
Trebbiner Str. 9,
10963 Berlin-Kreuzberg
Tel.: 030 / 90 254-0,
Fax: 030 / 90 254-175
www.dtmb.de eMail
SPECTRUM
Möckernstr. 26
(wenige Schritte vom Hauptgebäude entfernt)
10963 Berlin-Kreuzberg
Verkehrsanbindung: U-Bahnhof Möckernbrücke (U1,
U7) oder Gleisdreieck (U1, U2)
Eintritt:
Erwachsene für DM 5,-;
Kinder/Studenten für DM 2,-;
Gruppen (ab 10 Pers.)für DM 3,- bzw. ermäßigt DM 1,-
Öffnungszeiten
Dienstag - Freitag: 9.00 - 17.30 Uhr
Samstag/ Sonntag: 10.00 - 18.00 Uhr
Montag: geschlossen
