Man muss in Angermünde nicht lange suchen, bis man sie zu Gesicht bekommt - Kahlgeschorene mit ihren bis unters Kinn zugeschnürten Stiefeln.

Als Tourist muss man in Angermünde nicht lange suchen, bis man sie zu Gesicht bekommt - Kahlgeschorene mit ihren bis unters Kinn zugeschnürten Stiefeln. Im Gegenteil - meist wird man von ihnen schon auf dem Bahnhof 'begrüsst'. Die Uckermark und speziell Angermünde sind dabei nicht untypisch ist für den Osten Deutschlands. Rechtsextremismus entwickelt sich in der Uckermark zu einer dominierenden (Jugend)Kulturbewegung.

Jugendkulturbewegung Alle Jugendkulturen entwickeln unterschiedliche Formen der Selbstdarstellung. Deshalb ist es als erstes notwendig, die rechtsextreme Jugendkulturszene zu beschreiben. Im Folgenden wollen wir verschiedene jugend-kulturelle Darstellungsformen untersuchen und auf Grundlage unserer Untersuchungen die Situation in der Uckermark erklären. Oft werden bestehende Organisationen und Institutionen genutzt wie Jugendclubs, Sportvereine, Kneipen oder Feuerwehren.

In nicht wenigen Dörfern wird schon eine ziemlich große Anpassungsleistung verlangt, um im rechten Wertemainstream mithalten zu können. Die rechtsextreme Jugendszene ist aber auch dazu übergegangen, eigene Organisationsformen zur Verbindung von Freizeit und Wertevermittlung zu gründen. Exemplarisch dafür steht das Wirken des eingetragenen Vereins ,,Bund der nationalen Jugend Angermünde“. Neben Kontakten zur NPD und organisierten Neonazis im Westen und in Osterreich bietet der BDNJ auch Hausaufgabenhilfe, Unterstützung bei persönlichen Problemen, Feiern, Zeltlager und Aktionen (siehe Anlage).

Gaststätten wie die ,,Feuerwache“ in Kerkow, das ,,Pik As“ in Templin, Jugendclubs in Dörfern wie Strehlow oder Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände werden für Geburtstagsfeiern, Silvesterparties oder Schulungen offiziell angemietet und genutzt. Wenn die BesitzerInnen misstrauisch werden sollten, helfen dann auch schon mal die Eltern. Für nachwachsende Jugendliche ist ein derartig komplexes Angebot der Freizeitgestaltung sehr lukrativ, übrigens auch für deren Eltern, die froh sind, dass ihre Kinder was tun und nicht nur auf der Strasse rumhängen.

p>Dominanzverhalten Wir wollen an dieser Stelle nicht alle Zahlen nennen, die Soziologlnnen besonders nach den Wahlen in Sachsen-Anhalt zur Quantität rechtsextremer Orientierungen bei Jugendlichen errechnet haben. Die Ergebnisse unserer Befragungen liegen da eher noch höher. Nicht selten gingen die Interviewpartnermnnen von 60-70% aus, bei denen solche Werte eine wichtige Rolle spielten.

Allein auf Grundlage dieser Fakten ist es logisch, wie stark der Dominanzdruck auf die Jugendszene insgesamt sein muss. Natürlich gibt es Unterschiede, zwischen Stadt und Land, zwischen Jungen und Mädchen, zwischen Gymnaiastmnnen und BerufsschülerInnen. zum Teil 2

Einige Links zum Thema:

http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,89095,00.html
http://www.antifa.de/start.php3
http://www.jungewelt.de/diskussion/woche1/1.htm

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