Fest zur Sommersonnenwende
Die längste Nacht des Jahres wird seit Jahrhunderten gefeiert. Das Sonnenwendfest im Sommer gilt als einer ältesten Rituale der Heiden.Sommersonnenwende
Jetzt hat die Erde den Zenit ihrer Reise um die Sonne erreicht. Von heute an werden die Tage wieder kürzer. Die astronomische Sommersonnenwende fällt auf den 21./22. Juni und markiert den längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres auf der nördlichen Halbkugel. Die Nacht der Sommersonnenwende wird mit der Sonnwendfeier begangen, die meistens mit dem Abbrennen eines Feuers verbunden ist.
Dieser Brauch wurde, wie alle wichtigen Feste der vorpatriarchalen Zeit, auch in die christliche Tradition aufgenommen. Natürlich abgewandelt, um die ursprüngliche Herkunft zu verschleiern.
Die Bräuche
Aus der alten Feuer-Magie wurden die Johannisfeuer, die in den Alpenländern am Tag Johannes’ des Täufers (24. Juni) entzündet werden. Es sind meist auf Bergen oder hoch gelegenen Plätzen angezündete große Holzfeuer, sowie die in manchen Teilen Deutschlands üblichen Bräuche wie das Scheibenschlagen oder das Anzünden von Feuerrädern. Im Ablauf der Feierlichkeiten sind noch deutliche Anklänge an vorchristliche Riten anlässlich der Sonnenwende zu verzeichnen. So sind beispielsweise das Sonnwendfeuer, das Überspringen des Feuers, das Rollen brennender Räder von Hügeln oder das Anzünden vieler Feuer auf den Feldern alte Fruchtbarkeits- und Reinigungsriten.
In England wird ein großes Sonnwendfest in Stonehenge von Angehörigen eines Ordens gefeiert, der noch die Tradition der Druiden pflegt. In der Uckermark kennt man auch diese Riten. Ein spezieller Brauch, der nur vorkommt ist uns nicht bekannt.
