Brauchtum und Traditionen zum Osterfest

Ostern in der Uckermark Wiedereinmal ist es so weit. In den Gärten leuchten rote, gelbe, gründe Eier von Sträuchern und Hecken. Eier werden ausgepustet, farbenfroh bemalt und beklebt. Nicht mehr lange und das fröhliche Suchen beginnt und eines darf danach gewiß nicht fehlen, nämlich das Ostereiertrudeln.

Osterspaziergang in Stolpe

Dafür empfliehlt es sich, den Weg nach Stolpe auf sich zu nehmen. Auch wenn das längst kein Geheimtip mehr ist, bereitet es unsagbare Freude dem bunten Gewimmel nicht nur zuzuschaun, sondern sich ihm anzuschließen. Von allen Hügeln sieht man bunte Eier kugeln und Kinder sich die Münder füllen. Da stört nicht mal die Menschenmenge, nein man genießt vielmehr gemeinsam den Osterspaziergang in Stolpe. Panorama vom Stolper Turm

Wie Johann Wolfgang von Goethe in Faust I festhielt:

Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!

Das Osterfest

Ostern leitet sich von dem Begriff "Ostara" (Osten), "Eostre" oder "Eoastrae" ab, dem angelsächsischen Namen der teutonischen Göttin der Morgenröte, des Frühlings und der Fruchtbarkeit, der Braut des jungen Maigrafen (Freyr - Freyja).

Zum Fest der Göttin Ostara wurde die frische, grünende Erde und die Liebe (Morgenröte) gefeiert. Die Tage sind länger als die Nächte und der Frühling hat sich gegenüber dem Winter durchgesetzt.

Zu Ostara wurde auch der Schwerttanz getanzt der den Kampf des Sonnengottes mit den Wintermächten und deren Niederlage versinnbildlichen sollte. Zu Ostarun (althochdeutsch Ostern) wurden wahrscheinlich als Opferbrauch Eier vergraben, Eier verschenkt und gegessen.

Das heidnische Fest der Ostera wurde wie andere germanische Festtage mit christlichen Gewand ummantelt, um das Heidentum in den Köpfen der Menschen in Vergessenheit geraten zu lassen. Rund um das Osterfest sind zahlreiche Bräuche entstanden die auch heute noch gepflegt werden

Wann ist denn überhaupt Ostern?

Ostern fällt bei uns auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond. Das heißt, auf den Sonntag, der dem Vollmond nach dem 21. März, dem Datum des Frühlingsanfangs, folgt. Das war nicht immer so. In den Jahrhunderten nach Christi Auferstehung feierte man Ostern gewöhnlich am Sonntag nach dem 14. Nisan, dem Tag des jüdischen Passahfestes. In Kleinasien jedoch wählte man den 14. Nisan selbst als Datum. Die Auseinandersetzungen um den richtigen Termin, der sogenannte Osterfeststreit, wurde sehr heftig geführt und hatte beinahe eine Kirchenspaltung zur Folge.

Osterhase

Erste Belege für den Osterhasen aus dem Jahre 1678 sind von Georg Franck von Franckenau, einem Medizinprofessor aus Heidelberg überliefert. Vor über dreihundert Jahren ist der Brauch im Elsaß, in der Pfalz und am Oberrhein entstanden weiterlesen

Osterlamm

Entstanden aus dem Ritual der Juden zum Passahfest ein Lamm zu schlachten und zu verspeisen. In der christlichen Kirche ist es symbolisch zum Lamm Gottes geworden. weiter weiterlesen

Osterräderlauf

Jedes Jahr am ersten Sonntag nach dem ersten Früh1ingsvollmond lädt man in Luegde, bei Bad Pyrmont, im Weserbergland, dem überlieferten Brauch der Väter folgend, am ersten Ostertag bei Einbruch der Dunkelheit, etwa gegen 21 Uhr, sechs brennende Osterräder vom Osterberg ins Tal der Emmer rollen. weiterlesen

Osterwasser

Das Wasser steht als Zeichen des Lebens und der Fruchtbarkeit und wurde zum Gedenken an die germanische Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostera verehrt. weiterlesen

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