7. Hartgesteinsymposium in der Uckermark
Die Findlinge aus Granit, Gneis und Diabas, die mit der Eiszeit aus Skandinavien zu uns kamen, haben einzigartige Formen, die den Künstler inspirieren einzigartige Kunstwerke zu schaffen.
Die Projektideen
Yoshimi Hashimoto besteht darin eine Wolke zu bauen. Verschieden große und unregelmäßig
geformte Findlinge werden zu einem Wolkengebilde zusammengefaßt. Die Steine werden mit
Edelstahlrohren verbunden und angehoben, ein Luftraum entsteht. Die Grundidee dieser Arbeit ist Wasser.
Ton Kalle findet seine Anregung am Abendhimmel. Das Sternbild Großer Wagen, in den
Niederlanden mehr unter dem Namen Großer Bär bekannt, ist sein Vorbild. Das Sternbild,
welches schon kleinen Kindern bekannt ist, will er künstlerisch in eine soziale Skulptur umsetzen.
Eine Skulptur zum Spielen, zum Sitzen und zum Philosophieren. Ein Stadtmobilar.
Eriker Ingers Idee: "Das andere Universum". Die vom Eis und Wind geformten Findlinge stehen
in der Gruppe. Fremd durch ihre vielen „Beine", voller Leben, als könnten sie sich jeden Moment
auf und davon machen, (fortbewegen). Sie wirken leicht und schwebend.
Das Skulpturenensemble regt den Betrachter an sich auf die Steine zu setzen, diese intensiv zu erleben,
Struktur zu spüren, Wärme und Kälte der Oberfläche zu fühlen. Zu erfahren, dass Steine voller Leben sind.
Die Gruppierung der Steine animiert zur Kommunikation, Die Oberfläche ist mit Schrift- Fragmenten überzogen.
Joachim Karbes Idee entstammt der Tradition Obelisken in Städten aufzustellen. Als Referenz an die
uckermärkische Landschaft will er einen Obelisken aus Findlingen im Stadtraum plazieren.
Wichtig für die Arbeit ist der Rhythmus der Steine durch die verschiedenen Ausmaße und die
Form der Findlinge. Dieser Rhythmus wird durch eine Schattenfuge unterstützt, die den Steinen
gleichzeitig eine Leichtigkeit gibt.
Dorsten Diekmann will eine Arbeit mit drei Steinen realisieren. Die zwei kleineren Findlinge dienen als
Stütze für den bearbeiteten großen Block. Durch die Kanten und Ecken der prägnanten Form des
großen rot/ schwarz gebänderten Steins, läßt sich Dorsten Diekmann inspirieren Flächen herauszuarbeiten,
die Konkav und Konvex zueinander stehen. Diese Flächen werden hochpoliert. Wie ein Spiegel nehmen
sie ihre Umgebung und Farbigkeit auf. Die noch unbearbeiteten Flächen stehen im genau kalkuliertem
Gleichgewicht zu den polierten Flächen. Sie bewahren die ursprüngliche Gestalt des Blockes.
Gaby Schutzes Arbeit ist ein Schriftstein mit dem Text: „ ... und die steine sind erstarrte tränen".
Der Text bezieht sich auf den Angermünder Mythos der Hungersteine im Mündesee.
