Sagen und Geschichten - Gollmitz

Vom neuen Friedhof von Gollmitz

Bevor die fromme Gräfin von Kallenberg einen neuen Friedhof hinter dem Gutshaus anlegen ließ, befand sich an der Stelle ein hoher, spitzer Hügel. Hier spukt es hin und wieder. Im Berg sind nämlich die Schätze des Ritters Buck bergraben. Der böse Geist des Ritters zauberte jedem, der sich dem Hügel näherte, einen Buckel an.

Doch die fromme Gräfin ist tapfer immer wieder auf den Hügel gestiegen und betete "Bewahr Leib und Seel, Herrgott, vor Tod und Höll", und wirklich, der böse Geist konnte ihr nichts anhaben. Sie gelobte daraufhin, hier einen Friedhof zu errichten, auf dem sie dann auch beerdigt sein wollte. Fortan konnte in aller Ruhe der Friedhof angelegt werden, und die Arbeiten wurden von der Spukgestalt des Ritters nicht mehr gestört.

Quelle: Teufelssteine, Unheimliche Geschichten von den Ufern des Flusses Ucker, ARKADIEN e.V., Schibri-Verlag, 1997

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