Sagen und Geschichten - Schmölln

Der Räuberberg

Von Penkun führt eine uralte Straße durch das Randowbruch nach dem uckermärkischen Dorfe Schmölln und von hier aus weiter nach Prenzlau. Es ist anzunehmen, daß diese Straße, ebenso wie die, welche von Pasewalk über Löcknitz führt, ein Teil jener alten Handelsstraße gewesen ist, die über Neumark, Pyritz, Czarnikau und Usck in das Innere des heutigen Rußland geführt hat.

Nicht weit von Schmölln liegt der Räuberberg, der nach Südosten zu 17 - 20 Meter steil nach dem Randowbruch abfällt und in seinem hinteren Teile mit dem Höhenzuge in Verbindung steht, der das Randowbruch umsäumt. Zwischen diesen Höhen ist der Räuberberg durch deutlich erkennbare Gräben abgegrenzt. Auf der Spitze dieses Berges war in alter Zeit ein slawischer Burgwall, auf dem später eine mittelalterliche Burg erbaut wurde, von der heute noch die Reste eines viereckigen Wartturmes, ähnlich denen von Löcknitz und Roten-Clempenow, erhalten sind.

Von dieser Burg geht die Sage, daß es eine Räuberburg gewesen sei, und daß die Räuber, welche sie bewohnten, die auf der Randow vorüberfahrenden Schiffe geplündert hätten. Man erzählt sich, daß die Räuber über die Randow während der Nacht einen Draht gezogen hätten, der in der Burg eine Glocke in Bewegung setzte, sobald er von den darüber hinwegfahrenden Schiffen berührt wurde.

Quelle: Teufelssteine, Unheimliche Geschichten von den Ufern des Flusses Ucker, ARKADIEN e. V., Schibri-Verlag, 1997

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