Eine Chronik | Geschichte der Uckermark

Die Uckermark in Zahlen und Fakten

Durch einen Staatsvertrag wurde dies für etwa 15 Gemeinden im Sommer 1992 Realität, und Brandenburg gewann ca. 5000 neue Landeskinder hinzu, die fortan unter dem stolzen brandenburgischen Adler statt unter dem mecklenburgischen Ochsen lebten ;-). Der Landkreis Uckermark hatte im Sommer 1997 163 Städte und Gemeinden. Bis auf die Städte Schwedt/Oder (ca. 47.000 Ew.), Prenzlau (ca. 20.000 Ew.), Templin (ca. 14.000 Ew.) und Angermünde (ca. 11.000 Ew.) handelt es sich dabei fast nur um Klein- und Kleinstgemeinden, die meist zwischen 100 und 2.000 Einwohnern haben.

Durch eine vom Innenministerium erwünschte Gemeindereform soll die Mindesteinwohnerzahl durch Gemeindezusammenschlüsse in den nächsten Jahren auf mindestens 500 angehoben werden. Eine Reihe von Gemeinden hat sich seit dem Sommer 1997 zusammengeschlossen. Diese Fusionen halten noch immer an, so dass es schwierig ist, eine genaue Zahl der Gemeinden anzugeben- sie ändert sich immer wieder mal. Verwaltet werden die kleineren Gemeinden durch 12 Ämter- einer gemeinsamen Verwaltung für 4 bis 22 Gemeinden. Amtsfrei sind lediglich die oben genannten 4 grösseren Städte. Obwohl der Landkreis Uckermark in Deutschland relativ unbekannt ist, hat er einige Superlative anzubieten:

Er ist der mit Abstand flächenmässig grösste Landkreis Deutschlands.
Er ist der denkmal- und bodendenkmalreichste Kreis Deutschlands
60% eines Landkreises unterliegen dem
Natur- und Landschaftsschutz.
Mit Schwedt/Oder hat er den grössten
Papierproduzenten Deutschlands.
Um Vierraden liegt Deutschlands zweitgrösstes Tabakanbaugebiet.

Über zwei Dinge ist man hier allerdings nicht so froh: Der Landkreis Uckermark gehört zu den 3 Kreisen in Deutschland mit dem niedrigsten Pro-Kopf-Einkommen. Und mit ca. 20- 25% offizieller Arbeitslosenquote (je nach Jahreszeit) dürfte der Kreis ebenfalls einen traurigen Spitzenplatz einnehmen.
Absolute Priorität in der Kommunalpolitik haben deshalb alle Projekte, die Arbeitsplätze schaffen. Die hohe Arbeitslosigkeit, die daraus resultierende Abwanderung vor allem junger Menschen und ein dramatischer Geburtenrückgang in den letzten Jahren, haben zu einem deutlichen Rückgang der Einwohnerzahl des Landkreises Uckermark in den letzten Jahren geführt. Betroffen davon ist vor allem die Stadt Schwedt/Oder und der ländliche Raum.
Der Landkreis Uckermark liegt im äussersten Nordosten Deutschlands- einer Randlage, die nicht unproblematisch für die Entwicklung des Kreises ist. Man versucht aber, aus dieser Randlage das Beste zu machen- der Landkreis liegt an der Grenze zu Polen, auf halbem Weg zwischen Berlin und Sczcecin (Stettin), und im zusammenwachsenden Europa könnte diese Lage einmal von Vorteil sein.
Der Landkreis Uckermark ist deswegen auch Mitglied der Euro-Region "Pomerania", in der polnische und deutsche und künftig auch schwedische Kommunen zusammenarbeiten. Es sollen dadurch vorrangig grenzüberschreitende Projekte entwickelt werden, die die Infrastruktur positiv beeinflussen.


Inhalt wurde uns freundlicherweise durch H.Streich zur Verfügung gestellt

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