Die Uckermark in Zahlen und Fakten
Die Region Uckermark gab auch dem Landkreis Uckermark ihren Namen. Der Landkreis Uckermark entstand am 6.Dezember 1993 aus den ehemaligen Landkreisen Angermünde, Prenzlau und Templin sowie der vorher kreisfreien Stadt Schwedt/Oder.
Das Wappen des Landkreises Uckermark
Der Landkreis Uckermark, der am 6.12.1993 entstand, führt seit 1996 ein eigenes Wappen. Es wurde von dem Lehrer und jetzigen Boitzenburger "Klostermüller" Hans Benthin entworfen. Es soll folgendes darstellen:
Der gelbe Hintergrund stilisiert mit der Farbe reifen Getreides die fruchtbare Landschaft der Uckermark.
Die 3 darauf gesetzten blauen Wellenlinien mit silbernen Zwischenräumen stellen die 3 Flüsse Oder, Welse und Ucker dar.
Das stilisierte rote Bauwerk erinnert an die zahlreichen Werke der norddeutschen Backsteingotik im Kreis; die Mauer mit den Zinnen symbolisiert die Wehrhaftigkeit der Städte.
Auf der Mauer sind 2 Schilde angebracht: eines mit dem brandenburgischen Adler, eines mit dem pommerschen Greif, da einige Gebiete des Landkreises einmal zu Pommern gehörten.
Der Landkreis Uckermark ist mit einer Fläche von 3058 qkm der grösste Landkreis Deutschlands und lässt mit dieser Fläche sogar das Saarland, Luxemburg, Liechtenstein, Malta oder San Marino hinter sich. Verteilt auf dieses Gebiet leben etwa 160.000 Menschen. Der Landkreis Uckermark ist damit mit nur etwa 53 Einwohnern/ qkm auch eines der am dünnsten besiedelten Gebiete Deutschlands.
Der Landkreis Uckermark liegt im Nordosten Deutschlands. Er grenzt im Osten an die Republik Polen, im Süden an den Landkreis Barnim, im Westen an den Landkreis Oberhavel und Mecklenburg-Strelitz (Mecklenburg-Vorpommern) und im Norden an den Landkreis Uecker-Randow (ebenfalls M-V). Dass die Uckermärker treue Brandenburger sind, haben sie mehrfach bewiesen: Als nach der "Wende" 1990 in der DDR die Länder neugebildet werden sollten, wurde der frühere Bezirk Neubrandenburg für das Land Mecklenburg-Vorpommern vorgesehen.
Die Bürger in den Kreisen Prenzlau und Templin erinnerten sich aber an die brandenburgischen Traditionen und entschieden sich dafür, nach Brandenburg statt nach M-V zu gehören- was dann auch im Ländereinführungsgesetz so beschlossen wurde. Bis 1992 kämpften dann eine Reihe früherer brandenburgischer Gemeinden in den heutigen Ämtern Lübbenow und Brüssow darum, von M-V nach Brandenburg wechseln zu können.
Durch einen Staatsvertrag wurde dies für etwa 15 Gemeinden im Sommer 1992 Realität, und Brandenburg gewann ca. 5000 neue Landeskinder hinzu, die fortan unter dem stolzen brandenburgischen Adler statt unter dem mecklenburgischen Ochsen lebten ;-). Der Landkreis Uckermark hatte im Sommer 1997 163 Städte und Gemeinden. Bis auf die Städte Schwedt/Oder (ca. 47.000 Ew.), Prenzlau (ca. 20.000 Ew.), Templin (ca. 14.000 Ew.) und Angermünde (ca. 11.000 Ew.) handelt es sich dabei fast nur um Klein- und Kleinstgemeinden, die meist zwischen 100 und 2.000 Einwohnern haben.
Durch eine vom Innenministerium erwünschte Gemeindereform soll die Mindesteinwohnerzahl durch Gemeindezusammenschlüsse in den nächsten Jahren auf mindestens 500 angehoben werden. Eine Reihe von Gemeinden hat sich seit dem Sommer 1997 zusammengeschlossen. Diese Fusionen halten noch immer an, so dass es schwierig ist, eine genaue Zahl der Gemeinden anzugeben- sie ändert sich immer wieder mal. Verwaltet werden die kleineren Gemeinden durch 12 Ämter- einer gemeinsamen Verwaltung für 4 bis 22 Gemeinden. Amtsfrei sind lediglich die oben genannten 4 grösseren Städte. Obwohl der Landkreis Uckermark in Deutschland relativ unbekannt ist, hat er einige Superlative anzubieten:
Er ist der mit Abstand flächenmässig grösste Landkreis Deutschlands.
Er ist der denkmal- und bodendenkmalreichste Kreis Deutschlands
60% eines Landkreises unterliegen dem
Natur- und Landschaftsschutz.
Mit Schwedt/Oder hat er den grössten
Papierproduzenten Deutschlands.
Um Vierraden liegt Deutschlands zweitgrösstes Tabakanbaugebiet.
Über zwei Dinge ist man hier allerdings nicht so froh: Der Landkreis Uckermark gehört zu den 3 Kreisen in Deutschland mit dem niedrigsten Pro-Kopf-Einkommen. Und mit ca. 20- 25% offizieller Arbeitslosenquote (je nach Jahreszeit) dürfte der Kreis ebenfalls einen traurigen Spitzenplatz einnehmen.
Absolute Priorität in der Kommunalpolitik haben deshalb alle Projekte, die Arbeitsplätze schaffen. Die hohe Arbeitslosigkeit, die daraus resultierende Abwanderung vor allem junger Menschen und ein dramatischer Geburtenrückgang in den letzten Jahren, haben zu einem deutlichen Rückgang der Einwohnerzahl des Landkreises Uckermark in den letzten Jahren geführt. Betroffen davon ist vor allem die Stadt Schwedt/Oder und der ländliche Raum.
Der Landkreis Uckermark liegt im äussersten Nordosten Deutschlands- einer Randlage, die nicht unproblematisch für die Entwicklung des Kreises ist. Man versucht aber, aus dieser Randlage das Beste zu machen- der Landkreis liegt an der Grenze zu Polen, auf halbem Weg zwischen Berlin und Sczcecin (Stettin), und im zusammenwachsenden Europa könnte diese Lage einmal von Vorteil sein.
Der Landkreis Uckermark ist deswegen auch Mitglied der Euro-Region "Pomerania", in der polnische und deutsche und künftig auch schwedische Kommunen zusammenarbeiten. Es sollen dadurch vorrangig grenzüberschreitende Projekte entwickelt werden, die die Infrastruktur positiv beeinflussen.
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Inhalt wurde uns freundlicherweise durch H.Streich zur Verfügung gestellt
