Landschaft der Uckermark - Von der Eiszeit blieb eine Gänsehaut

Uckermark - Frieden mit der Natur Die Uckermark ist eine vor allem von der Landwirtschaft geprägte Kulturlandschaft, die wegen der relativ guten Böden intensiv genutzt wurde und wird.

Das gesamte Landschaftsbild der Uckermark wurde durch die kilometerdicken Gletschermassen geformt. Im wahrsten Sinne des Wortes »erfahren« lässt sich das beim Rundtrip über die 340 Kilometer lange »Märkische Eiszeitstraße«, die unter anderem durch Prenzlau, Schwedt und Angermünde führt.

Unvorstellbare Kräfte stauchten, pressten und hobelten die Region in mehreren Jahrtausenden zurecht. An den Gletscherflanken türmten sich wie vor einer gigantischen Planierraupe die Endmoränen auf. Die höchsten von ihnen bilden die Wasserscheide zwischen Nord- und Ostsee. Durch das Hin und Her der Gletscher und die Ablagerung des mittransportierten Materials entstanden die welligen Grundmoränen.

Betrachtet man sie in einem Modell aus der Vogelperspektive, wirkt das Ganze wie eine Gänsehaut. Nach der Schmelze flössen die ge-waltigen Wassermassen der Weich-sel-Eiszeit durch das Eberswalder Urstromtal ab. Mit geschwemmter Sand und Kies lagerte sich großflächig zu sogenannten Sandern ab - Ursprung der viel zitierten »märkischen Streusandbüchse« mit ihren Kiefernwäldern.

Das über die Landkarte gesprenkelte Blau der Seen wäre ohne die Eiszeit ebenfalls nicht denkbar: Schmelzwasser sammelte sich entweder in Abflussrinnen und Senken, oder es staute sich hinter Moränen. Verschüttete Toteisblöcke schließlich, die erst sehr viel später schmolzen, waren die Ursache für die sogenannten Solle; so heißen die kleinen, meist runden Seen im Fachjargon. Fazit: Wer heute in die uckermärkischen Gewässer springt, über sie hinweg schippert oder sich an ihrem Fischreichtum delektiert, hat all das der Eiszeit zu verdanken. Gelobt sei, was kalt war...


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