Sehenswürdigkeiten in der Stadt Boitzenburg
See bei Boitzenburg
Die Region um Boitzenburg ist geprägt durch dichte Wälder, fruchtbare Felder und viel Wasser.
Diese Landschaft bietet Erholung und Entspannung aber auch Möglichkeiten für Badespaß und Winterfreuden.
Schloss Boitzenburg
Der malerisch zwischen Wald und Feldern gelegene Ort hat ein Neo-Renaissance- Schloss aufzuweisen, das von einem schönen Schlosspark umgeben ist. Den Landschaftspark im Ort hat der bekannte Gartenarchitekt Lenne um 1840 angelegt. Wer es etwas geheimnisvoll mag, kann sich die Ruine des 1269 gegründeten Zisterzienser-Klosters Marienpforte ansehen. In unmittelbarer Nähe liegt eine noch heute funktionsfähige Klostermühle, in der man eine interessante Ausstellung über die Mühle und das Leben des Müllers sowie über den Natur- und Landschaftsschutz besichtigen kann. Umgeben ist Boitzenburg von dunklen, raunenden Wäldern, die zu längeren Wanderungen einladen und bei denen man allerlei Wild beobachten kann.
Das Zisterzienserkloster
Die Fertigstellung des Zisterzienser Nonnenklosters Boitzenburg durch Choriner Bauleute erfolgte im Jahre 1289. Stifter des Klosters waren die Markgrafen Johann II., Otto IV. und Conrad, nachgewiesen durch die Schenkungsurkunde vom 25. Juli 1271 an das »claustro Boyceneburch«, mit der sie dem Kloster die Mühle, 10 Hufen und das Patronatsrecht in Boitzenburg, Crewitz, Claushagen und Hardenbeck übereigneten. Die Nonnen waren meistens unverheiratete Töchter aus adligen Familien. Sie beschäftigten sich hauptsächlich mit der Heilkunde, der Krankenpflege und der Mädchenerziehung. Täglich hielten sie 7 Andachten. Die Ordenstracht bestand aus schwarzen Schleiern oder Kapuzen über weißen Kutten. Dem Kloster stand eine vom Konvent auf Lebenszeit gewählte, vom Bischof der Diözese oder direkt durch den Papst bestätigte Äbtissin vor. Sie übte niedere und höhere Gerichtsgewalt (Blutgericht) aus, setzte Pfarrer und Schulzen in den Dörfern ein. Strikte Einfachheit galten für Kloster und Klosterkirche, insbesondere in der Architektur. Charakteristisch für die Zisterzienserarchitektur waren die formalen Behandlungen der Chöre, das Fehlen von Krypten und Türmen sowie eine sparsame Verwendung von Schmuckelementen. Die Zisterzienserarchitektur hat die Entwicklung der Kirchenbaukunst in Deutschland nicht unwesentlich beeinflusst. Mit der erfolgten Säkularisierung (Verweltlichung) am 27. Februar 1538 ging der Besitz des Klosters an den Landesherren über. Die Klosterkirche wurde wahrscheinlich noch einige Zeit für Gottesdienste von den Dorfbewohnern, die übrigen Teile der Anlage von der Familie von Armin als Wohnsitz genutzt. Im Laufe des Dreißigjährigen Krieges wurde das gesamte Kloster zerstört und von den Bewohnern der umliegenden Dörfern abgetragen und als Baumaterial verwendet.












