Geschichte des Ortes Dedelow Teil 1
Das Dorf Dedelow entstand im 11./12. Jahrhundert als Gründung deutscher Kolonialisten aus einer jungslawischen Siedlung. Viele Bodenfunde aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit in Dedelow lassen darauf schließen, dass hier schon seit der Steinzeit Menschen gesiedelt haben. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Dedelow am 29. April 1320. Der Ortsname Dedelow ist wahrscheinlich slawischen Ursprungs. Er lässt sich als "Ort des Dedol oder Dedel" erklären. Der Personenname Dedol u.ä. stellt eine Ableitung von ded "Großvater" dar.
Die eigentlich belegbare Geschichte Dedelows beginnt 1321, als Vogt Henning Sack und sein Bruder Sander das Dorf als Kriegsentschädigung der Pommernherzöge für ihre Versallen bekommen. Wie lange die Herrschaft der beiden Brüder anhielt ist nicht bekannt, aber schon bereits 1375 regierten Hans von Klützow und sein Bruder über das Dorf und Gut Dedelow.
Zum Dorf gehören zu dieser Zeit 62 Hufen Land (1 Hufen = ~30 Morgen). Zu dieser Zeit gab es zwei Mühlen am Ober- und am Unterlauf des Quillow. 1440 gehörte das Dorf Alhard, Achim und Arnd von Klützow, den Nachkommen von Hans von Klützow. Der Name Klützow tauchte immer wieder als Eigentümer von Höfen und Mühlen auf. Im Jahre 1608 gab es zwei Rittergüter in Dedelow, die den Brüdern Liborius und Joachim von Klützow gehörten.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde Dedelow fast vollständig zerstört. Die allgemeine Not wurde 1629/30 durch verheerenden Missernten und die Pest noch verstärkt. Im Dezember 1674 ist Dedelow sechs Wochen Quartier schwedischer Truppen die in der Uckermark einfallen. Das Dorf wurde dabei vollständig zerstört.
Noch 1687 ist alles wüst. Erst Anfang des 18. Jahrhunderts gab es wieder Bauern, Schmiede, Schäfer und Schneider. Die Einwohnerzahl zwischen 1774 und 1939 lag immer bei 200 bis 300. 1848 wurde eine Mühle gebaut und 1898 entstanden die Bahnlinien nach Strasburg und Fürstenwerder.
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