Städte und Ortschaften in der Uckermark
Als landwirtschaftlich geprägte Region gibt es in der Uckermark grösstenteils kleinere Ortschaften. Die grösseren Städte sind nach der Einwanderung von Deutschen und Hugenotten im Mittelalter gegründet worden. Manche Stadt hat eine recht merkwürdige Geschichte wie Sie zu Ihrem Namen kam. Die Ortschaften sehen aus wie Illustrationenaus Bilderbüchern: in der Mitte ein Dorfanger mit der Kirche, meist eine aus Feldsteinen, daneben der Gottesacker und das Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr, zu beiden Seiten holprige Straßen, gepflastert mit Feldsteinen, die von der letzten Eiszeit einfach liegen geblieben sind. Ein Musterbeispiel für solch ein Dorf ist das komplett unter Denkmalschutz stehende Gandenitz.
Lediglich die Neonreklame am Dorfkrug und den Videoshops und die Satelliten-Schüsseln auf den Dächern konfrontieren einen von Fall zu Fall mit dem Hier und Heute. Der amerikanische Filmemacher Jan Ralske hatte in der Uckermark ganz andere Assoziationen: Er sprach von einer »seltsamen Gegend«, die ihn stark an seine texanische Heimat erinnert habe - »idyllisch und beängstigend«.
Angermünde - Eine alte Garnisionsstadt
Angermündes lange Vergangenheit läßt sich heute sehr gut in der teilweise liebevoll sanierten Altstadt nachvollziehen.
Ursprünglich war der Ort eine wichtige Grenzfestung, die sich ab 1230 den expansiven Pommernherzögen entgegenstellen sollte.
Bauwerke aus dieser Zeit werden im Stadtbild ergänzt durch reizvolle Bürgerhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert.
Angermünde
Boitzenburg - Landadel in der Uckermark
Die Region um Boitzenburg ist geprägt durch dichte Wälder, fruchtbare Felder und viel Wasser.
Diese Landschaft bietet Erholung und Entspannung aber auch Möglichkeiten für Badespaß und Winterfreuden.Boitzenburg
Criewen - Handschrift von Lenne
Die Gemeinde Criewen liegt im Landkreis Uckermark zwischen Angermünde und Schwedt. Der nahegelegene Lenne´- Park als Tor zum Nationalpark „Unteres Odertal“ sowie das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin bieten eine reizvolle Umgebung.
Criewen
Dedelow - uckermärkische Ortschaft mit eigenem Flugplatz
Dedelow ist eine der vielen kleinen Gemeinden, die, im
Herzen Brandenburgs in der Uckermark gelegen, fast
vergessen lassen, dass nur gut 100 km von dieser
ländlichen Idylle die Großstadt Berlin liegt. Hier
kann man herrlich entspannen und die gesunde unver-
gleichliche märkische Luft genießen.
Am Stadtrand gelegen findet sich eine Tanger der
die größte Saatkrähenkolonie der Uckermark beherbergt. Dedelow
Fürstenwerder - Stadt zwischen den Seen
Die Ufer des Grossen Sees und des Damsees begrenzen den Ort nach Westen und nach Norden.
Aus dem 11. Jahrhundert stammt die restaurierte Stadtmauer mit drei noch erhaltenen Toren.
Noch heute errinnern der Verlauf der Strassen und Gassen, sowie die spezielle Bauweise der
inzwischen renovierten Häuser an ein mittelalterliches Städtchen und verleihen dem Ort einen ganz besonderen Charme.
Fürstenwerder
Gartz / Oder - Eine typische Ackerbürgerstadt
Gartz liegt fast am nördlichen Ende des Nationalparks Unteres Odertal und bietet sich ideal als Ausgangspunkt
für die Erkundung der Naturschutzgebiete Geesower Hügel, Trockenrasen Geesow und Gartzer Schrey sowie des Salveybachtals an.
Über Gartz führt auch der über 45 Kilometer lange Uferradweg der im Norden nach Mescherin und im Süden über Schwedt nach Stolpe führt.
Gartz an der Oder
Greiffenberg - Städtchen greifft nach den Sternen
Mit seinen 750 Einwohnern ist es eines der kleinsten Städte Deutschlands.
Im Jahre 1124 soll die Burg in Greiffenberg von einem Ritter namens Grif erbaut worden sein.
Die Reste der Burganlage sind heute noch zu sehen und Anziehungspunkt von Wissenschaftlern und Touristen.
Mit dem traditionellen Burgfest, ein großes Volksfest, das seit Jahren Hunderte Besucher in die Stadt lockt,
halten die Einwohner die Erinnerungen an Greiffenbergs graue Vorzeit lebendig.
Von weither sichtbar ist die silberne Kuppel der Sternwarte.
Greiffenberg
Gramzow - Die älteste Stadt der Uckermark
Der Ort gilt als der älteste in der Uckermark, 1168 wurde erstmals ein "Gramsowe" erwähnt.
Einige Jahre später gründete der Pommernherzog Bogislaw I. hier ein Prämonstratenserkloster.
Gegründet wurde der nach dem Ort Prämontre benannte Orden 1121. Gramzow blieb, abgesehen von 1250-1354,
bis 1472 ein pommerscher Marktflecken und kam erst dann an Brandenburg.
Im Schatten des Klosters konnte sich der Ort gut entwickeln, wurde zeitweise sogar "Stadt" genannt.
Beweis dafür ist noch heute die stattliche Marienkirche.
Gramzow
Himmelpfort - Die Heimat des Weihnachtsmannes
Als im Jahre 1299 der Mönchsbruder Otto durch die Uckermark wanderte und
von einer Anhöhe den Blick übers Land schweifen ließ rief er bei diesem Anblick
aus "Coeli porta = Himmelpforte". Er gründete dann an dieser Stelle eine Zisterzienserkloster.
Seidem heisst der Ort Himmelpfort.
Himmelpfort
Lychen - Wasser so weit das Auge reicht
Lychen liegt im Naturpark Uckermärkische Seen.
Hier liegt auch der Ursprung für die seit 1720 in Lychen betriebene Flößerei. Holzstämme wurden zu Flößen verbunden
und auf dem Wasserweg in die Sägewerke transportiert.
Die Reise ging bis nach Hamburg und Berlin.
Jedes Jahr am ersten Augustwochenende bauen die ,,Lychener Flößermänner’’ ein original Holzfloß während des traditionellen Flößerfestes.
Auf dem ca. 30 km langen stillgelegten Bahngleis von Fürstenberg über Lychen nach Templin kann man die Natur auf der Fahrraddraisine erkunden.
Lychen
Prenzlau - Die Kreisstadt der Uckermark
Prenzlau hatte nun also seit 1234 das Stadtrecht vom Pommernherzog erhalten.
Schon 16 Jahre später jedoch verlor Pommern einen weiten Teil der Uckermark und damit auch Prenzlau an den brandenburgischen Grafen.
Es war der Anfang von wechselnder landesherschaftlicher Vorherrschaft im 13 und 14.Jh.,
die erst 1426 ein Ende hatte,als Prenzlau endgültig an Brandenburg fiel und fortan als Hauptstadt der Uckermark galt.
Prenzlau
Rodellin - Ort mit russischen Wegweisern
Für Wassersportfreunde interessant: Der Röddeliner See ist mit der Havel verbunden und über die Schleuse Kannenburg zu erreichen.
Ein Reeder aus Templin bietet Rundfahrten von Templin zum Röddeliner See an.
Neben der Chaussee von Templin her befindet sich ein gut ausgebauter Radweg, der zu ausgiebigen Radtouren einlädt.
Rodellin
Schwedt - Industriestadt an der der Oder
Die Stadt liegt am Rande des Nationalparks Unteres Odertal, einer der letzten naturnahen Flussauenlandschaften
Europas mit einer reichen Flora und Fauna. Die Uckermärkischen Bühnen mit eigenem Theaterensemble und
mehreren Veranstaltungshäusern, eine Kunstgalerie und die Musik- und Kunstschule vermitteln neben
anderen Kultureinrichtungen ein vielfältiges Kulturleben. Schwedt/Oder ist ein bedeutender Raffinerie- und Papierstandort.
Schwedt
Stolpe - Ausflug in's Odertal
Vom Stolper Turm hat man einen faszinierenden Blick über die Uckermark.
Sie finden hier den dicksten Burgfried Deutschlands, den Grützpott.
Seine Mauern sind unglaubliche 6 Meter dick.
Der Name des Bauwerkes soll von den Töpfen heißer Grütze herrühren,
die die Verteidiger angeblich auf die Köpfe der Angreifer kippten,
nachdem ihnen Steine und Pech ausgegangen waren.
Lesen Sie hierzu die Sage vom Raubritter
Stolpe
Templin - Kurort mit fast komplett erhaltener Stadtmauer
In den germanischen Sprachen kommt das Wort timpen, tempen oder tempel als Bedeutung von "Spitzer Hügel" vor.
Die Slawen hängten einfach ihre Endung "lin" an, was soviel bedeutet wie "am Wasser gelegen ".
Der Standort für den Aufbau der Stadt wurde von den askanischen Markgrafen Johann I. und Otto III. bewußt gewählt.
Das etwas erhöhte Gelände umgeben von sumpfiger Landschaft diente der Stadtverteidigung.
Die sich hier kreuzenden Handelsstraßen von Magdeburg nach Stettin und die in Richtung Hamburg förderten die mittelalterliche Stadtentwicklung.
Templin
Vierraden -Geprägt von Hugenotten, Rosen und dem Tabakanbau
Weiß-rosa blühende Tabakfelder umgeben das Städtchen Vierraden.
Hugenotten brachten bereits Ende des 17. Jahrhundert den Tabakanbau in die Uckermark.
Unübersehbar prägen die Tabakscheunen das Ortsbild der Stadt. Vierraden war die kleinste Stadt der DDR.
Der Ortsaname bedeutet so viel wie "verraten". Die Stadt verbarg sich hinter einer dichten Rosenhecke um sich vor dem Feind zu schützten.
Das Heer zog an der Stadt vorbei ohne die Stadt zu bemerken. Doch dann muhte plötzlich eine Kuh und hat so den Ort verraten.
Vierraden
Vietmannsdorf -
Der Ortsname Vietmannsdorf ist ein deutscher Name und bedeutet „Dorf eines Wituman".
Der Personenname Wituman gehört zu althochdeutsch „witu", altsächsisch „widu" (Holz, Wald).
Das zweite Glied ist mit althochdeutsch, altsächsisch und bedeutet Mann, Mensch, Jüngling.
Die Geschichte reicht bis ins Jahr 1281 zurück, damals wurde Vietmannsdorf als markgräflicher Urkundsort erstmals erwähnt.
Die erste Erwähnung Dargersdorfs ist im Landbuch Karl IV. von 1375 zu finden.
Vietmannsdorf
Warnitz
Warnitz an der Ostseite oberhalb des Sees wurde im Jahre 1332 als "Warfitze" erstmalig erwähnt.
An diese Zeit erinnert die typisch uckermärkische Feldsteinkirche.
Der Ort mit seinem Campingplatz ist heute das touristische Zentrum am Oberuckersee.
Man kann sich Ruder - und Paddelboote, Wassertreter und Kajaks ausleihen, oder Touren mit dem Fahrgastschiff machen.
Warnitz
Wartin - Ein Ort der europäischen Begegnung
Bei einem kleinen Spaziergang durch Wartin treffen Sie auf die frühgotische Dorfkirche aus der zweiten Hälfte des 13. Jh. und auf das Schloss,
welches als Gutshaus des Rittergutes Wartin errichtet wurde. Dieses Schloss wird vom Verein Europäische Akademie Schloss Wartin e.V.
genutzt und ist Begegnungsstätte für Künstler sowie Wissenschaftler. Gleich gegenüber des Schlosses befindet sich ein Reitstall.
Hier besteht die Möglichkeit, Ritte in die herrliche Umgebung zu unternehmen.
Wartin
Wolfshagen - Grenzstadt
Ein landschaftlich und architektonisch faszinierender Ort wartet auf den Besucher.
Wolfshagen ist ohne Zweifel der touristische Höhepunkt bei einer Reise durch den uckermärkischen Norden.
Das Dorf liegt am südlichen Ende des Haussees, der seinerseits als Beispiel für einen der schönsten Landschaftsparks im Norden Brandenburgs dient.
"Wolveshaghen", wie es 1292 erstmals erwähnt wurde, litt im Mittelalter wegen seiner Grenzlage unter häufigen Wechseln der Landesherren.
Nur allzu gerne hätten sich Pommern und Mecklenburg die Grenzfeste vor ihren Toren einverleibt, was aber dauerhaft nicht gelang.
