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Uckermark , Schorfheide und durch den Naturpark Untere Oder

In jedem Jahr unternehmen wir nun eine mehrtägige Radtour durch das Berliner Umland. (Bernd Schönfeld und Wolfgang Goetsch) 1997 haben wir uns vorgenommen, einen kleinen Rutsch durch die Uckermark und die Schorfheide zu machen, um dann an unser heiß geliebten Oder entlang zurückzukehren.

Vorbereitung der Tour

Start sollte Bernau sein, das Ende in Angermünde. Wir suchten die größeren Orte aus der Landkarte heraus und baten die dortigen Fremdenverkehrsvereine um Informationsmaterial und um Listen mit Quartieren zur Übernachtung. Wir erhielten reichlich Material zugeschickt. Darunter eine gute Freizeitkarte im radfahrerfreundlichen Maßstab 1:100.000.

Die erbetene kleine Spende zur Deckung der Unkosten haben wir gerne gezahlt. Wir erhielten neben den Unterkunftshinweisen auch regionale Radtourenvorschläge, insbesondere Touren rings um Ringenwalde, brauchbare Kartenblätter, aufwendige kleine Broschüren über die Gegend mit sehr viel wissenswerten Informationen über kulturelle und landschaftliche Besonderheiten.

Der Erste Tag

Wir fuhren mit der S-Bahn bis Bernau Dann per Rad über Ladeburg, Biesenthal, unter der Autobahn hinweg nach Zerpenschleuse, über Eichhorst und am Werbellinsee entlang über Joachimsthal und Friedrichswalde nach Ringenwalde . Für die Strecke, 63 km brauchten wir reine Fahrzeit 5 Std. Incl. Pausen waren wir von 7,5 Std. unterwegs.

Werbellinsee

Am südlichen Ende fanden wir einen kleinen Campingplatz, auf dem man auch einen Bungalow mieten kann. Nach einer längere Pause wählten wir den (zeitweise ansteigendem) südöstlichen Uferweg. Die Einsamkeit des Seeufers entschädigte uns vorab für das anschließende Bergauffahren.

Ringenwalde

Knapp 500 Einwohner hat das liebliche, fast 700 Jahre altes Dorf. Ein 3,5 km langer Dorf-Lehrpfad mit großen Informationstafeln, auf dem die Objekte des Ortes beschrieben sind führt vorbei an der Kirche, und durch den Schloßpark, der unter dem Einfluß von Lennè entstand.

Auf einer kleinen Anhöhe ist ein sagenumwobener Riesenstein zu sehen, den der Teufel höchstpersönlich dort hin geworfen haben soll, weil die Ringenwalder hier ein Kloster bauen wollten. Nun steht es eben in Chorin. Ringenwalde lädt seine Gäste zu 11 verschiedenen Rundtouren ein, die im Ringenwalder Wanderheft gut beschrieben sind.

Wir haben ausgezeichnet übernachtet und die angenehme Gastfreundschaft genossen im gemütlichen, rustikalen "Gasthof zur Eisenbahn."

Der zweite Tag

Er führte uns von Ringenwalde über Götschendorf, Stegelitz, Warnitz, Meischow, Gramzow nach Wartin. Übernachtung am Randowbruch. Strecke 60 km, 4,5 reine Fahrzeit, Incl Pausen von 7 Std. unterwegs.Gut markierte Wald-Wanderwege führten uns aus Ringenwalde heraus. Der Umweg nach Götschendorf mußte sein, wegen der Namensgleichheit mit dem Verfasser dieses Berichts.



Von Warnitz aus verpaßten wir einen Abzweig im Wald, der uns direkt nach Gramzow geführt hätte. So landeten wir auf der B 198, die uns dann auch bald mit Tempo nach Garzow brachte. Um an den Randowbruch zu gelangen, wählen wir den Wanderweg über Zehnebeck. Vermutlich ist der Bruch ein früherer Oder-Wasserlauf. Durch die angenehme Landschaft fuhren wir den Berg hinauf bis nach Blumberg und dann links ab nach Wartin. (Direkter wäre der im Bruch links abzweigende Wanderweg zu unserer Unterkunft.

Von Wartin ging es bergab zu unserer Unterkunft, einer Gastwirtschaft, die früher vermutlich ein Betriebsferienlager o.ä. Wir genossen die freundliche Gastwirtschaft und den Charme der Zimmer und der Duschen. Weil das Essen irgendwie nicht heiß genug war, entschädigte der Wirt uns mit einem Gratis-Bier. Sehr nett!

Der dritte Tag

Von Wartin über Luckow, Petershagen Schönfeld, Tantow Geesow nach Garz (Oder), Dort kleine Rundfahrt und weiter den Wanderweg an der Oder entlang über Friedrichsthal, Gatow zunächst nach Schwedt. Nach einer Rundfahrt durch die Stadt und Mittagspause gings weiter Richtung Grenzübergang nach Polen.

Vor der Oder biegen wir ab und nehmen einen der Wege. Flußaufwärts gehts bis nach Stolpe, dort abbiegen und bergauf nach Angermünde. Für die Strecke von 78 km brauchten wir reine Fahrzeit 6 Std. Insgesamt waren wir 8 Std.unterwegs.

Von hier sind wir mit der Bahn nach Berlin zurückgefahren.

Für den Umweg von Wartin nach Schönfeld gab es wieder einen wichtigen Grund. Die Namensgleichheit eines Radlers. Von Garz aus kann man den Blick auf die Oder mit einer der letzten natürlichen Flußauenlandschaft genießen. Die Fahrt durch den Naturpark ist ein Erlebnis.

Liebevoll empfanden wir die in den Ringenwalder Prospekten die zusätzlichen handschriftlichen Hinweise auf das, was wir unbedingt uns ansehen sollten. Einiges davon haben wir auch beachtet. Ringenwalde ist auch mit der Bahn ab Berlin-Lichtenberg oder Bernau zu erreichen.

Schwedt

bietet ein kleines handliches Radwanderheft mit Beschreibungen von 7 Radwandertouren zwischen 20 und 70 km. So kann jeder sich etwas nach seinem Geschmack aussuchen. Gut auch, daß hier sowohl die Straßenbeschaffenheit (Asphalt, Wald, Sand usw) wie auch das Landschaftsprofil (flach, hügelig) erwähnt sind sowie geeignete Orte für Unterkünfte sowie Hinweise auf Gaststätten. Interessant fanden wir, das Programmblättchen über Exkursionen und Führungen durch den Nationalpark Untere Oder. Hier werden Touren zu Fuß und per Rad (2-3 Stunden) angeboten, die kostenlos sind und an denen man ohne Anmeldung teilnehmen kann. An viele Terminen kann man sogar zwischen verschiedenen Angeboten entscheiden. Günstig, weil Züge aus Berlin um 8:34 Uhr ankommen und man den Start dann bequem erreicht. Infos beim Nationalpark Unteres Odertal.

Von Schwedt fuhren wir zunächst bis zum Grenzkontrollpunkt und dann den Weg unmittelbar entlang der Oder flußaufwärts und manchmal auch quer durch die sog. Sommerwege entlang mitten durch die Flußauen.



Hier ist wohl der schönste Teil des Odertals. Frösche lärmen tausendfach. Wasservögeln bereichern diese unvergleichliche schöne Flußlandschaft.

Der Stolper Turm

Der Turm ist nicht zu verfehlen. Hier verlassen wir den Oderbereich und zeigen, was noch an Kraft in den Waden steckt. In Angermünde--> Link angekommen, ist Freude groß, man ist bischen geschafft - für einen Moment. Bis zur Abfahrt des Zuges empfiehlt sich unbedingt eine Rundfahrt durch diese über 700 Jahre alte Stadt mit der mittelalterlichen Marienkirche, Franziskanerkloster, Reste der Stadtmauer, Pulverturm und den tyischen einfachen Fachwerkhäusern. Über Anregungen freut sich w.goetsch@berlin.de

Sie haben jetzt ein wenig Lust bekommen in einer landschaftlich einmaligen Region Entspannung zu finden ? Dann informieren Sie hier über den Weg in die Uckermark. BIS DEMNÄCHST !

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