Die Nudel
Wieso denn nun Nudel? Erklärungsversuche lauten z.B. wie folgt: Bei den Hugenotten, die im 17. Jahrhundert auch die Uckermark besiedelten, hiess die Knolle "Nouelle". Oder: Nudel klingt wie "Knudel" oder "Knödel"- so Grimms Wörterbuch, und schliesslich sei die Kartoffel ja irgendwie nudelförmig.
Kartoffeln gehören also schon seit einiger Zeit zu den uckermärkischen Grundnahrungsmitteln. Zunächst hatte der "Alte Fritz" einen gehörigen Anteil an der Verbreitung der Kartoffel im Brandenburgischen, denn sein "Kartoffelbefehl" zwang die Bauern zum Anbau der Kartoffel, und seine Soldaten wachten argwöhnisch darüber, dass die Bauern sich auch dran hielten.
Die Kartoffel wurde zunächst wegen ihrer schönen Blüten nur als Zierpflanze angebaut, allenfalls gab man die Knollen dem Vieh. Allmählich begannen aber auch die Bauern die Kartoffel zu essen, und bald wurde sie eine der wichtigsten Nahrungsmittel im Brandenburgischen überhaupt. Und weil gerade in der Uckermark die "Nudel" von jeher grosse Bedeutung hatte, gibt es in den Gasthäusern der Region im Oktober die "Uckermärkischen Nudelwochen".
Nähere Informationen dazu bekommen Sie beim Tourismusverband Uckermark. Dort informiert man Sie auch über günstige Pauschalen zu den Nudelwochen. Dabei gestalten die einzelnen Gasthäuser ihre ganz eigenen Varianten der Nudelwoche: Während Sie bei dem einen Restaurant eine musikalische Reise um die Welt mit allerlei Musik und internationalen Kartoffelgerichten erleben können, können Sie bei dem anderen Bauern selbst Kartoffeln buddeln gehen und hinterher futtern wie bei Muttern. In einem anderen Gasthaus sitzen Sie mit um den grossen Tisch, und zu den auf den Tisch geschütteten Pellnudeln gibts Kräuterquark, Leinöl, Butter, Leberwurst oder Gänseschmalz. Erstaunlich ist, was man aus der schlichten grau-braunen Knolle alles machen kann. Auf der Speisekarte eine kleine Aufzählung dessen, was die uckermärkischen Gastwirte aus Nudeln auf der Speisekarte haben
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